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Pressestimmen

 

Neckarsulmer Woche    Freitag 27.Mai 2016

                                             

 Friedel Kehrer und Märy Lutz zu Gast im Brauhaus

          Die Bronnweiler kennen sich aus

                                                                                                                         

Zwei äußerst vergnügliche Stunden bescherten die Bronnweiler Weiber den Neckarsulmern

Für die wenigen, die die
„Bronnweiler Weiber“ noch
nicht aus Funk und Fernsehen
kannten, änderte sich
die Wissenslücke schnell.
Bei ihrer Kennenlernrunde
durch den voll besetzten
Prinz-Saal des Brauhauses
gab Friedel Kehrer Kostproben
des Talents, das das Duo
auszeichnet, lange bevor der
Begriff „Stand-Up-comedian“
gebräuchlich wurde und
die Kleinbühnen füllte.
„Hosch mit müsse oder
hosch die Karte geschenkt
kriagt“ fragte sie einen
Neckarsulmer und stellte
fest, dass man als Beschenkter
ja keine Wahl habe, man
müsse sich für jeden noch so
merkwürdigen Einfall (kein
wörtliches Zitat – das war
deftiger) auch noch bedanken.
Außerdem traf Friedel
bei ihrer Runde gleich etliche
Oedheimer und machte
sich Sorgen ob der „Flecken“
jetzt noch bewohnt sei,
dabei ist der Reutlinger Ortsteil
Bronnweiler selbst gerade
mal 1000 Einwohner (und
zwei Blitzer) groß.

Neckarsulm und Umgebung
Den Oberbürgermeister und
seine Gattin hatten die beiden
Abgesandten vom Tor
zur Schwäbischen Alb schnell
im Publikum ausgemacht. Er
konnte sie überzeugen, dass
die Große Kreisstadt mehr
als drei Kreisverkehre zu bieten
hat und insgesamt sechsundzwanzigeinhalbtausend
Einwohner habe. Über den
„Halben“ amüsierten sich
die „Weiber“ („des isch ehrlicher
als „Damen“) köstlich,
bescheinigten dem Schultes
aber, dass er ein Netter sei.


 

Ein schwäbisches Lob hatten
sie für die Neckarsulmer
parat: „Des hättet ihr viel
schlechter erwischen können.“
Allerdings konnten
die Zwei auf der Bühne auch
austeilen.Einem haarlosen Besucher, der
die Frage wo er herkäme mit
„von dahoim“ beantwortete, entgegnete
Märy mit einem Vergleich
zwischen ihm und einem
Mofa. „Das Mofa kann man auf
jeden Fall frisieren ...“
Die Verständigung mit den
Unterländern klappte trotz des
Dialekts ganz gut. Etwas Probleme
hatten die Badener, aber es
waren auch Rückfragen zulässig.
So klärte sich, dass sich die
Ortsangabe „du hosch koi Geld
unter deim schmale Fiedel“, sichauf die Sitzfläche der Besucherin
bezog. Mitleid erntete der Dortmund
Fan, der seit 40 Jahren in
Neckarsulm ist und wenig verstand.
„Mer schwätzt wohl net
viel mit dir“ war die knappe
Diagnose der erfahrenen Kabarettistinnen.

Deftige Sprüche
Ein Markenzeichen der wesentlich
sparsamer agierenden
Märy sind ihre deftigen Sprüche.
Ein noch stubenreines Beispiel:
„drei Nonnen trankenMost im Keller, sie suchten ein
Klo, doch der Most war schneller“.
Der Schlussapplaus war riesig
und auch Bronnweiler-Neulinge
waren sicher „die haben’s
drauf “. Natürlich durften die
auch nicht ohne Zugabe von
der Bühne. Dem nachdenklich
machenden Lied über die Zeit,
die immer schneller davonläuft,
steuerte Friedel noch den Song
über die Qualitäten von Most
bei und Märy gab den Spruch
vom Frosch wider, der aber
nicht in den Artikel passt.

 

Eine Bereicherung fürs Programm

liefert Friedel Kehrer mit Gitarre und

heller Stimme.

 

Donau-Zeitung 18.02.2014

 

Schwarzwälder Bote 08.08.2013

 

 

Schwäbische.de 04.08.2013

 

Bronnweiler Weiber ernten riesiges Gelächter für ihre Gags

 Märy Lutz und Friedel Kehrer nehmen Ruth Kobsch in die Mitte

Bei Kleinkunst feiern hunderte Gäste den Grünen Baum in Mietingen und das 20-jährige Jubiläum von Wirtin Ruth Kobsch

MIETINGEN - Stammgäste oder einfach Sympathisanten, zu hunderten sind sie am Samstag zum Grünen Baum in Mietingen gekommen, um das 20-jährige Jubiläum von Wirtin Ruth Kobsch zu feiern. Diese ließ sich nicht lumpen und hatte zur Unterhaltung die Bronnweiler Weiber eingeladen.

Bronnweiler kann man in Mietingen nicht kennen. Es ist ein Dorf, halb so viel Einwohner wie Mietingen, ein Ortsteil von Reutlingen, „am Fuße der Alb.“ Es sei, das räumen die beiden Kabarettistinnen ein, „ein ganz kleiner Flecka“, das Einzige, was noch funktioniere, das sei der Leichenchor. Man schwätzt Schwäbisch. Und man darf noch „Weiber“ sagen.

Und das verkörpert das Duo jenseits der Alb. Zwei weise Frauen, das Herz am rechten Fleck, sie schauen dem Volk aufs Maul und sagen geradeheraus, was sie denken. Sie mixen ihre Beobachtungen mit Witzen, da bleibt beim knapp einstündigen Programm kein Auge trocken. Kleine Kostprobe: Der Wirtin Partner Hermann hat Glatze. „Was ist der Unterschied zwischen dir und einem Mofa?“, fragen sie ihn. Er: keine Ahnung. Sie: „Das Mofa kann man frisieren.“ Riesiges Gelächter ernten sie für diesen Gag.

Märy Lutz, die etwas ältere des Kabarett-Duos: „Des hod zom Fiedla naus miasa.“ So etwas würde man natürlich im feinen Stuttgart nicht sagen. „Dia Schtuagater meget mr gar net“, geben sie unumwunden zu. Der Stuttgarter will für sich sein. Wenn da in einer Wirtschaft zehn Tische sind, sitzt an jedem eine einzige Person. Kommt ein weiterer Gast, dann kehrt er um. Die Wirtschaft ist ja voll. So etwas befremdet im „Flecka“. In Bronnweiler wie in Mietingen.

Ähnlichkeiten im Umgang mit den „Reingeschmeckten“. „Bist du noch eine Kandelgängerin?“ fragen sie Ruth Kobsch. Bei ihnen zu Hause müssten, erzählen sie, Reingeschmeckte 25 Jahre lang in der Straßenkandel („wo der Dreck läuft“) gehen, nicht auf dem Bürgersteig.

Die Bronnweiler Weiber verstehen es vortrefflich, Bälle dem Publikum zuzuspielen und mit einer erstaunlichen Schlagfertigkeit diese wieder anzunehmen. „Das hebt uns ab von anderen Frauengruppen“, sagen sie im SZ-Gespräch. Sie spießen das Thema Nachbarschaft gezielt auf, den Schlankheitswahn und das Schönheitsideal. „Da lotterlet älles“, sagen sie, „mit Plastik em Fiedla, em Busen, in de Libba.“ Sie spotten über die Fahrer von Opel und der Fahrzeuge mit dem Stern. Die Gaudi bricht nie ein beim Auftritt der Bronnweiler Weiber, dazu tragen nicht zuletzt die originellen Trinksprüche bei. Mit einem besinnlichen Lied schließen sie ihren Auftritt. „Immer läuft mir die Zeit davon.“

Dass Friedel Kehrer ein Lied davon singen kann, das glaubt man ihr gerne. Sie ist nämlich Bezirksbürgermeisterin von Bronnweiler und erlebt das wirkliche Leben hautnah. Die Kleinkunst ist das Hobby beider Frauen. „Wir machen keine Comedy“, betonen sie. Sie wollen ohne Manager auskommen, arbeiten grundsätzlich ohne Vertrag und machen keine Werbung für sich. Das Publikum in Mietingen hat ihnen gefallen. Mit besonderer Freude hat Altbürgermeister Reiner Buck den Auftritt genossen. Denn er hörte mal wieder den Dialekt seiner Heimat.

Die Atmosphäre passte vortrefflich zum Anlass. Es war eine jener ganz seltenen lauen Nächte. So konnte die große Anzahl der Gäste den Abend unter freiem Himmel verbringen. Gut informiert berichtete Arthur Berg auf seine humorvolle Art über die 141-jährige Geschichte des Grünen Baums. Und er brachte die Gäste als Hausdiener mit seiner Helferin zum Lachen. Eine kleine Besetzung der Lyra und die ehemaligen Lyra-Musiker hoben musikalisch die Stimmung bei den Jubiläumsgästen.

Franz Liesch

 

Ipf-und Jagst-Zeitung 28.05.2013

 

 

Schwarzwälder Bote - 18.12.2012

 

 

 

 

 

Remszeitung  -  21.September 2011

 

 

Heilbronner Stimme -  28.Juli 2011

 

Wenn die Nachbarin einfach sitzen bleibt


Untergruppenbach - Im Jahr 1971 wurde Bronnweiler, so ist es auf offizieller Seite zu lesen, von der Stadt Reutlingen eingemeindet. Das brachte den Bronnweilern Straßenbau und Kanalisation, Grünanlagen, Friedhofshalle und einen Kindergarten. Zwei Vertreterinnen waren jetzt auf Burg Stettenfels zu Gast: Die Bronnweiler Weiber, ein wortgewaltiges Kabarettistinnenduo, gaben tiefe Einblicke in die schwäbische Seele und Sprache.

Man mag sich kaum vorstellen, wie es vor 1971 in Bronnweiler ausgesehen hat. Und eines hat die Eingemeindung auch nicht gebracht: Verbesserungen in der Sprache. Denn man merkt bei Heilbronn recht schnell, dass die beiden an der Sprachgrenze zum Ausland angelangt sind, die es für Einheimische schwer möglich macht, den beiden zu folgen. Also wird viel erklärt, Albschwäbisch für Schwaben gewissermaßen und das am lebenden Objekt.

Messerscharfes Mundwerk
Märy und vor allem Friedel hält es kaum oben auf der Bühne. Schnell sind die "Reigschmeckten" ausgemacht, nach der Herkunft ausgefragt und mit einem Witz bedacht. Vor ihrem knochentrockenen Spott ist keiner sicher. Die Spracherklärungen, die gut ein Drittel des Programms ausmachen, sind aber gemeinerweise im Bronnweiler Slang, so dass man sie wieder nicht versteht. So sind sie eben, die Bronnweiler Weiber. Was auch hier funktioniert, sind ihre Beobachtungen zum schwäbischen Leben, da ist Bronnweiler gar nicht weit weg.

Weisheiten
Sie berichten, wie man mit der Nachbarin umgeht, die einen zum Kaffee einlädt und einfach sitzen bleibt, und warum man zwei Fässer Moscht im Keller hat − die beiden Weiber ernten viel Beifall im ausverkauften Stettenfels-Gewölbekeller. "Der Magen hat keine Augen", sagt die übergewichtige Märy, wenn der Kaffee zu dünn ist. Und sie erklärt noch gleich die Männer: "Männer haben im Kopf sechs Männchen, aber nur fünf Stühle. Und alle wollen sitzen".

Sie hockt meist regungslos da, friert im Gewölbe an den Füßen. Ihre Nachbarin Friedel ist die Umtriebige und sucht im Publikum ständig nach neuen Opfern. Doch zu hart werden sie dann doch nicht rangenommen, man möchte ja nochmal wieder kommen. "Es muss ja nicht hier unten im Keller sein", sagt Märy, bevor die beiden ihr Abschiedslied an der Gitarre anstimmen. Vielleicht spielt das Wetter ja im nächsten Jahr mit.

 

 

Schwäbische Zeitung   29.03.2011

Bronnweiler Weiber verseckeln alles und jeden

Lustiger Auftritt der beiden Komödiantinnen in der Halle in Ringingen

240 Plätze reichen jedoch nicht aus

von links: Friedel Kehrer, Ortsvorsteher Mack und Märy Lutz

RINGINGEN / hd  Die stilvollen Kerzen auf den Tischen täuschten, eher noch passte das an der Wand gespannte Wäscheseil mit Schuutza, Bluusa ond Hemeder auf kommende Ereignisse ein: Am Samstagabend gastierten die Bronnweiler Weiber in der Birkenlauhalle, und ihre Bekanntheit aus dem Fernsehen war ihnen vorausgeeilt.

Martina Stöferle, Vorsitzende des organisierenden SV Ringingen, hatte für 240 Personen stuhlen lassen, doch die Plätze reichten nicht aus.

Der achte Kabarett-Abend hatte sich schon im Vorverkauf als Renner erwiesen und zeigte den Verantwortlichen: Der Mensch, und auch die Ringinger, wollen herzhaft lachen können.
Dies konnten sie bei den beiden Weibern aus Bronnweiler (Reutlingen), Friedel Kehrer und Märy Lutz. Deren Geheimrezept: Sich auf das Publikum einstellen, sämtliche schwäbische Weisheiten in einen Topf schmeißen und portionsweise über den Abend verteilen.

Kein Thema war sicher vor ihnen, von der aktuellen Wahlpropaganda („überall hänget se rom, ond koiner hot a Soil om da Hals“) über das Wohlfühlgewicht („a Ma ohne Wempesle isch a Magermilchkrippl“) bis zu den verschiedenen Geschmäckern („des isch wia beim Hos verscheißa – der oine sait, es stinkt, ond dr andere s’geit warm“). Unter die Gürtellinie wollten die beiden nicht gehen, deshalb redeten sie von „agsoicht“, denn das sei normales Schwäbisch. „Angepinkelt“ sei hingegen ordinär. Märy Lutz  gab den Gästen Unterricht im Schwäbischen: Ein klitzekleiner Fliegenpenis sei ein Muggaseggale. Auch Ortsvorsteher Georg Mack, bekam einiges ab, er wurde für die mangelhafte Akustik verseckelt. Das Publikum wurde oft eingebunden in die Scherze der Komödiantinnen. Doch eines lernten sie auch: Die Ringinger stehen ihnen in Sachen Schlagfertigkeit um nichts nach und wissen sich zu wehren.

 

Pforzheimer Zeitung  23.09.2010

Staubtrockener Humor überzeugt

Beim "Spatzabrettle" in Schützingen gastierten die Bronnweiler Weiber

 

Illingen-Schützingen. Kräftig gelacht haben rund 160 Besucher beim Auftritt der "Bronnweiler Weiber" im "Spatzabrettle" in Schützingen. Bekannt sind Märy Lutz und Friedel Kehrer aus Bronnweiler bei Reutlingen schon sehr lange aus ihren Faschingsauftritten im SWR-Fernsehen. "Mir send scho zum dritte Mol in Schützingen und jedes Mol fahret mir dran vorbei", erklärte Friedel Kehrer. Dann werde halt wieder umgekehrt, bis man die Halle in Schützingen und Veranstalter Bernd Huber finde. Mit knochentrockener "Schwerdgosch" lästern die beiden "vo dr Alb ra" seit      30 Jahren über alles, was das schwäbische Herz bewegt. Darunter natürlich auch ein Beitrag zum aktuellen Bürgerprotest"Stuttgart 21". "Wer will scho nach Ulm?", fragten die beiden mit stoischer Ruhe in ihren Landhauskostümen. "Und wer will schon in acht Minuten da sein?", setzen sie mit entsetztem Gesichtsausdruck nach. "Bischt du vo Stuttgart?", fragten sie einen Gast. "Da brauscht die ned schäme!" Schon zu Beginn hatten die beiden das Publikum mit ihrer herzerfrischenden Art in ihren Bann gezogen. "Hoscht au ebbes zom Esse kriegt?", wollte Friedel Kehrer beim Gang durch die Menge wissen, während Märy Lutz bereits auf der Bühne wartete. Wir kommen vom ländlichen Raum, sind sie auf ihr Bronnweiler stolz. "Wenn mir fort send, isch der Flecka leer". Und die Überraschung war vor dem Auftritt, dass sie auch in echt so sind, wie auf der Bühne: ganz einfach lieb, herzlich und schwäbisch-rustikal auf den Punkt kommend. Über Seniorennachmittage wurden sie bekannt, landeten im Fernsehen bei der Fastnacht und erfreuen mit ihrer direkten, zuweilen deftigen Art. "Wir brauchen heute was zum Lachen", erklärten die Besucher Hannelore und Siegfried Fischer aus Mühlhausen/Enz, warum sie gekommen waren. "Die beiden muss man live gesehen haben", sagte Anne-Ruth Schlegel aus Mühlacker. Dem stimmten auch Gerlinde und Alfred Klotz aus Ölbronn zu. Denn aus dem Lachen kamen die Besucher an diesem Abend nicht heraus

 

 

Schwarzwälder Bote 22.04.2010

 

 

 

Schwäbische Zeitung 08.11.2009

 

Veringer Frauen sammeln für „Drachenkinder“

- Soloauftritt von Friedel Kehrer -

Die Frauengemeinschaft aus Veringenstadt hat zugunsten der Drachenkinder, initiiert von Radio 7, ein Benefizkonzert in der Halle veranstaltet. Der Kleinkunstabend mit den „Schrillen Fehlaperlen“ und mit Friedel von den Bronnweiler Weibern – Märy war leider erkrankt - schlug beim Publikum voll ein, die Veranstaltung war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, der Abend war rundum gelungen.

(VERINGENSTADT/sz)

Tanja Pfaff vom Vorstandsteam der Frauengemeinschaft begrüßte die voll besetzte Halle. „Wir waren komplett überfordert bei der riesigen Resonanz auf die Veranstaltung“, sagte Pfaff. Dass Frauen nicht aufgeben, sondern den Andrang locker bewältigen können, zeigte das eingespielte Team. Nachdem die Idee einer Benefizveranstaltung zugunsten der „Drachenkinder“ konkret wurde, liefen die Vorbereitungen sofort auf Hochtouren.

„Drachenkinder“ ist eine vom Radiosender „Radio 7“ im Jahr 2005 ins Leben gerufene Initiative. Der Sender möchte traumatisierte Kinder in der Region unterstützen, die lebensbedrohliche Situationen durch Gewalt, Tod oder Krankheit verkraften müssen. Neben Direkthilfe für besonders schwere Kinderschicksale findet auch eine enge Kooperation mit der Peter-Maffay-Stiftung statt, wo traumatisierten Kindern die Möglichkeit zur Regeneration auf einer Stiftungseigenen Finca auf Mallorca gegeben wird.

Auf der Suche nach Künstlern für den Comedy-Abend wurde das Team schnell fündig. Mit den schrillen Fehlaperlen und den Bronnweiler Weibern konnte man Comedy vom Feinsten präsentieren. Besonders schön war, dass sich beide spontan bereit erklärt haben, auf die Gage zu verzichten, nachdem sie vom Verwendungszweck erfahren haben.

Auch Bürgermeister Armin Christ betonte in seinem Grußwort, dass die Stadthalle gebührenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Die nächsten drei Stunden war die Kleinkunstbühne in fester Hand von Friedel, die aufgrund Krankheit von „ihrer Märy“ allein aus Bronnweiler angereist war, und von Ferdi mit seinen schrillen Fehlaperlen. „Unser Auftritt ist kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst,“ sagte Ferdinand Riester, bevor er mit den vier Damen loslegte.

Schon nach der ersten Einlage konnten die „vier Zuckerstückchen“ diese Bedenken zerstreuen. Mit herrlichen Wortspielereien nahmen die Damen die Herrlichkeiten der Schöpfung aufs Korn, die nötige „dämliche“ Selbstironie fehlte dennoch nicht. Warnungen für Frauen auf Männersuche (unter jeder Steppdecke kann an Depp stecka..) waren genau so dabei wie Urlaubstipps bei „weiße Männer in Athen“.

Ferdi nutzte die „Perlen-freie“ Bühne, wenn sich die Damen immer wieder in Neues, zum Lied passenden Outfit umkleideten. Er intonierte Rolling-Stones „Angie“ mit schwäbischen Frauennamen und sorgte mit dem Spanien-Urlaub seiner Tante Helga für Lachtränen. Aber auch mit einem Liebeslied, gecovert in zig verschiedenen Sprachen, betörte Ferdi die Zuhörer.

Friedel Kehrer von den Bronnweiler Weiber kam von hinten durchs Publikum herein geschlendert und verschaffte sich so schon mal einen Überblick wer „vom Flecka“ oder wer „reigschmeggt, also ein Kantelgänger“ ist. Bürgermeister Christ wurde von ihr sofort als Kantelgänger entlarvt und die ersten Lachsalven waren fällig. In ihrer Landessprache schwäbisch blieben weder Bürgermeister, noch Gemeinderat oder Vereinsvorstände, Stuttgarter oder auch ihre eigene Person, von ihrem Wortwitz verschont. Spontanität und Miteinbeziehung des Publikums zeichnete die Kabarettistin aus, mit mehreren Trinksprüchen, die im Gelächter fast untergingen, verabschiedete sie sich.

Tanja Pfaff bedankte sich abschließend bei den Gästen und bei die einem riesigen Helferteam, das die Veranstaltung, bei der die Drachenkinder mit weit über dreitausend Euro rechnen dürfen, ermöglicht hat.

 

Winnender Zeitung   - 13.Oktober 2008

 

Klapperschlangen im          Landhauskostüm


Schwaikheim (usp). Klapperschlangen können kaum giftiger
sein. Aber denen sieht man's an. Die Bronnweiler Weiber
dagegen sitzen bei ihrem Auftritt in der vollbesetzten
Gemeindehalle stoisch da, als wär's ein Kaffeekränzchen.
Die beiden Damen in ihren Landhauskostümen ätzen in aller
Gemütsruhe. Immer wieder schallendes Gelächter im Publikum
über die Hinterfotzigkeiten, bei denen kaum jemand
verschont bleibt, ob Schultes, Gemeinderat,
Vereinsvorstand, Sponsor, Stuttgart, Winnenden, Daimler . .
.Der Name zieht, schon Wochen vorher war die Gemeindehalle
ausverkauft. Fast 600 Leute kommen zur zweiten "Sport und
Kultur"-Veranstaltung der Sportfreunde, zum Gastspiel von
Märy Lutz und Friedel Kehrer - und werden nicht enttäuscht.
Die beiden, jede mit einer knochentrockenen "Schwerdgosch"
ausgestattet, aus einem Kaff bei Reutlingen, also "von dr
Alb ra", müssen sich nicht aufwärmen. Der arme Günter
Kubach, der sie gerade noch auf der Bühne vorstellt, wird
gleich mal durch den Kakao gezogen: "Und der isch euer
Vorstand? Ja, der entgleist ja scho bei der Begrüßung! Nemm
dei Mikro und gang jetzt endlich ronder." Da sind natürlich
die ersten Lachsalven und Schenkelklopfer fällig.Rasant
geht's weiter, nun gerät "Wennanda nebadra" ins Visier,
"des isch doch do, wo se sortiert sind". Ja, kaum zu
glauben, dass sich da im Publikum gleich eine Gruppe als
von dort herkommend zu erkennen gibt, lauter Frauen, klar,
ein gefundenes Fressen für die Lästermäuler, dass kann dann
ja nur der Jungfrauenclub sein. Das Duo, äußerst
schlagfertig, bezieht das Publikum geschickt ein,
improvisiert.Auch Bürgermeister Gerhard Häuser, ohne
Umschweife und Erlaubnis natürlich sofort mit "Du Schultes"
tituliert, bekommt sein Fett ab. Ja, wenn der einen Sponsor
für die Veranstaltung braucht, "ja na bisch du ja an armer
Schultes". Und erschd 14 Jahre ist der do und stammt au gar
ned aus dem Flecken: "Ja, na ghörsch du ja no gar ned dazu!"
Auch aktuelle lokalpolitische Brennpunkte wie den
Kreisverkehr und dessen Bauzeit, die dritte Sporthalle und
"Kulturhalle" nimmt das Duo ins Visier, offensichtlich
vorher mit den örtlichen Befindlichkeiten vertraut gemacht,
sehr zum Wohlgefallen der begeisterten Zuhörer.Die
Bankenkrise wird kurz gestreift, natürlich hat die eine der
beiden Xanthippen längst ihr Geld abgehoben und jetzt immer
bei sich, unterm Rock, "und nachts lieg i da drauf".
Schade, der Sponsor ist eine Bank und deren Vorstand im
Publikum, die Gelegenheit, damit ihren Schabernack zu
treiben, lassen sie sich leider entgehen.Natürlich darf der
Gag mit "Schwoiga", prompt übersetzt mit "Maulfaul", nicht
fehlen. Die "Schtuttgarder" bekommen ihr Fett weg, ebenso
die Wochenend-Alb-Touristen, "diese Dosenwurschtfresser",
der Daimler, mit seinen Stern-Autole, vorzugsweise der
Elch-Typ oder der "Schmaardd". Oh weh, da gibt's aber
welche im Publikum, die einen Opel fahren. Und bei BMW oder
Audi hört der Spaß schon gleich ganz auf. Oh weh, für die
kommt's knüppeldick von der Bühne herab, weil das kommt gar
nicht gut an im Land, wo hinterm Neckar bereits der Orient
beginnt. Apropos, und was ist ein "Furzklemmer"? Einer, der
seinen 39. und dann wieder seinen 41. feiert. Wenn zwei so
begnadete Giftspritzen neben- und miteinander agieren, darf
nicht fehlen, dass sie auch übereinander herfallen. Ja, die
Kopfbedeckung von der anderen, "da graust's ja der Sau".
Und natürlich bleibt auch der "oigene Flecka" nicht
verschont.
 

 

 

Schwarzwälder Bote - 01.August 2007

Bronnweiler Weiber lassen beim Ferienzauber nichts anbrennen

 

Rottweil - So ein Kaffeekränzchen kann es in sich haben. Wenn Friedel Kehrer und Märy Lutz beteiligt sind ohnehin. Und selbst wenn gerade nur eine der Bronnweiler Weiber am Tisch sitzt, ist Unterhaltung garantiert. Das Ferienzauber-Publikum hat die Eindrücke gestern Abend jedenfalls genossen, und vielleicht sogar die ein oder andere Erkenntnis mit nach Hause genommen.

Vor dem knochentrockenen Spott des wortgewaltigen Damen-Duos aus Bronnweiler, gerade noch so tief im Tal, dass man sich deutlich über die »Älbler« erheben kann, ist keiner sicher. Selbst die vorsichtige Platzierung irgendwo weitab im Rund des Zirkuszeltes unterm Wasserturm bietet keine Garantie dafür, unbehelligt zu bleiben. Wenn dann noch Beruf, Funktion oder Herkunft irgendwie ins Programm passen, dann sind vergnügliche Zwiegespräche vor großer Kulisse garantiert.

Übrigens: »Programm« ist bei den Bronnweiler Weibern ein weiter Begriff. Zwar gibt es eines, das vor allem daraus besteht, über die Vorzüge des »kloina Fläcka«, also des überschaubaren Heimatortes, zu berichten ­ oder die Absonderlichkeiten zu geißeln.
Dazu gehört auch die vom Duopartner aktuell getragene Hutmode. Auch Reflexionen über schwäbische Gepflogenheiten kommen nicht zu kurz. Und der Groll auf die Wochenendausflügler aus dem Einzugsbereich der Landeshauptstadt. Ein ganz gewichtiger Aspekt im Auftritt der Bronnweiler Weiber ist allerdings die unmittelbare Kommunikation mit dem Publikum, das gestern Abend, ob aus dem Städtle, vom Land, aus Stuttgart oder gar Preußen, gerne mitspielte

Die Besucher liefern die Vorlagen, die Friedel Kehrer, wenn sie nicht gerade Kaffe kocht, oder Märy Lutz, wenn sie nicht gerade über Friedel Kehrer lästert, üppig in den Ablauf einbauen ­ und in vollen Zügen ausweiden. 

 

 

Kornwestheimer Zeitung - 02.April 2007

Schwäbische Schwertgoschen ziehen über Honoratioren her

Über 400 Besucher amüsieren sich in der Bürgerhalle Pattonville

 

Pattonville. Der Spaßabend hat gehalten, was sein Name versprach. Die 400 Besucherinnen und Besucher haben sich am Samstagabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Bürgerhalle in Patonville am zweiten Abend der Kultur vor lachen gebogen. So viele Besucher hat die Halle noch nie gesehen, stellte Siegfried Kächele, Vorsitzender des Stadtausschusses für Sport und Kultur, den Zusammenschluss von 33 Kornwestheimer Vereinen, zufrieden fest. Wir bieten Ihnen nur Höhepunkte kündigte Kächele an. Sprach`s und wurde auch schon von den beiden Bronnweiler Weibern in die Zange genommen. Märy Lutz rückte gemeinsam mit Friedel Kehrer an. Beide brachten den Saal erst einmal auf die richtige Temperatur. Im zwanglosen Geplauder nahmen sie die Honoratioren der Stadt gehörig auf die Schippe. Die Weiber - das Wort "Damen" verbitten sie sich - zielten auf Oberbürgermeister Dr. Ulrich Rommelfanger und die Fraktionsvorsitzenden Dietmar Allgaier (CDU) und Siegbert Hörer (SPD) ebenso wie auf jeden, der es wagte, ihnen etwas zuzurufen. Herrlich ist es, wenn Märy mit stoischem Gleichmut, unberührter Miene und mächtiger Körperfülle auf der Bühne einfach so dasteht, fast teilnahmslos das Geschehen verfolgt und dann zum treffenden Zeitpunkt ihre Salve loslässt. Faszinierend ist es, wie eingespielt die beiden Weiber sind, wie gekonnt sie sich die Bälle zuwerfen und wie mühelos Friedel Kehrer die Zurufe aus dem Publikum verwertet. Über die "Reingeschmeckten" machte sich Friedel her, über den aus Trier stammenden Oberbürgermeister, über den armen einzigen Stuttgarter im Publikum. Aber auch "Siggi" Kächele, während des Dauerbeschusses noch immer zwischen den beiden Bronnweilerinnen auf der Bühne eingeklemmt, musste herhalten. Am Ende dankte das zufriedene Publikum den Organisatoren und Künstlern mit Ovationen und lang anhaltendem Applaus.

 

 

Reutlinger Generalanzeiger - 13. Februar 2007

»Ein lästerliches Mundwerk«

Bronnweiler Weiber in den Klauen des Dornstetter Narrengerichtes.

 

REUTLINGEN/DORNSTETTEN. Die Bronnweiler Weiber auf der Anklagebank: Für »weibliche List und Tücke« übten die Dornstetter Drillerhansele Rache an den wortgewandten Kabarettistinnen Märy Lutz und Friedel Kehrer. Mit ihren lästerlichen Reden, so das Narrengericht der jungen Fastnachtshochburg bei Freudenstadt, träfen sie allzu oft »unter die Gürtellinie«. Die Strafe für das Duo: Es muss einen Benimmkurs belegen - bei den Dornstetter Stadträten.

Jetzt geht's ihnen an den Kragen: Friedel Kehrer (links) und Märy Lutz auf dem Weg vors Narrengericht.

 

»Die brave Landfrau lieben wir und nicht das freche Waschweib« - es war nicht wenig, was der Zunftschreiber (Karlheinz Heise) den beiden an den Kopf warf. Die Delequentinnen, von den Schurkenfängern auf den Markt getrieben, wehrten sich freilich tapfer, so dass die Strafe recht milde ausfiel.

Urteil im Schnürlregen

Dabei hatte es zu Beginn der Verhandlung im Schnürlregen auf dem Markt für sie gar nicht gut ausgesehen: Denn nach dem Einzug des Herrscherpaares, des stämmigen Hans von Dornstetten (Hans-Peter Verfürden) nebst Gemahlin, lief der Vogt (Ernst Nestle) zunächst zur Hochform auf. Binnen weniger Minuten warf er dem Kabarettisten-Duo Anstandslosigkeit und Beleidigung der Männer vor. »Ein lästerliches Mundwerk, lustig machen über brave Bürger, und man schaue auf die Kleidung: im Alltagshäs mit derben Schuhen und grauer Kittelschürze.« Und dann auch noch dies: »Das teure Bier eurer Opfer trinkt ihr aus!« Zucht und Ordnung wolle er sie lehren, »wie das bei den braven Weibsbildern hier üblich ist«.

»Die Weiber von Dornstetten sind auch nicht mehr blöd«, hielt Friedel Kehrer dagegen und beharrte auf die Aufrichtigkeit ihrer Reden: »Sonst wär's ja wie in der Türkei, da hätt' das Weib au nix zum Sage.« Den Vorwurf der »derben Worte« und des »grauen Alltaghäs« konterte der Advokat (Helmut Michels) mit dem Hinweis, dass seine Mandantinnen »von der kargen, rauhen Alb, mit wenig Besuchern aus dem gebildeten Tübingen, von Geburt und Landschaft her benachteiligt« seien: »Was soll sich denn da entwickeln?«, Nun müssen die Bronnweiler Weiber zur Strafe bei der 1 000-Jahr-Feier des »Benzinger Hofes« in der Festhalle Aach auftreten. Außerdem soll der rücksichtsvolle Umgang bei regelmäßigen Besuchen im Dornstetter Stadtrat geübt werden; für Friedel Kehrer - im Ehrenamt bekanntlich Ortsvorsteherin in ihrem Flecken - ein vertrautes Parkett!

Ergänzend umfasste der Richterspruch den »Tausch ihrer Kittelschürzen unter Vorlage des gesamten Barvermögens in hiesigen Modehäusern gegen ein modernes Outfit«. Eine Strafe, die die Komödiantinnen mit Vergnügen antreten: »Wir kommen gern - aber wir gehen auch gern wieder nach Hause.«


 

Hechinger Bote - 06. November 2006

Mary Lutz

Weiber streiten über den Stern

Frauen-Duo liefert sich im Fecker einen Schlagabtausch              mit dem Publikum

Friedel Kehrer

 

 

Hechingen. Deftige Kost wurde den Gästen im Hechinger Gasthaus Fecker am Samstagabend serviert. Die Bronnweiler Weiber gestalten ihr Programm würzig. Das Kartoffelgulasch bildete genau die richtige Grundlage für das rund zweistündige Programm. Die Bronnweiler Weiber lieferten sich dabei einen höchst vergnüglichen verbalen Schlagabtausch mit dem Publikum. Friedel Kehrer und Mary Lutz sind zwei Schwäbinnen, die im Sonntagsstaat über Gott und die Welt reden. Sie stammen vom Fuße der Alb, darauf legen sie Wert. Allerdings brauche man auch die von der Alb, "sonst wären ja die anderen die Blöden". Bronnweiler hat eine weitere Besonderheit: Dort gibt es keinen Schultes sondern eine weibliche Schultesse. Das biete den Vorteil, dass man beim Behördengang auch gleich den Tipp fürs Mittagessen mitnehmen könne. Nachdem mit einer Dame des Publikums der Kompromiss geschlossen wurde: "Du hörst auf mit Rauchen und ich sag Du zu Dir", konnte in der kurzfristig rauchfreien Zone so manches dazu gelernt werden. Mary begeisterte dabei mit immer neuen Trinksprüchen. Friedel und Mary verstanden es, das Publikum in schlagfertiger Weise mit immer wieder neuen Seitenhieben auf schwäbische Eigenheiten zu unterhalten. Während Friedel die geschwätzigere der beiden war, zeichnete sich Mary durch trockenem Humor aus. Friedels ist eine begeisterte Autofahrerin der Marke mit dem Stern. Da konterte Mary doch gleich mit der Neuigkeit, dass die A-Klasse in die Werkstätten zurückgerufen wird. Grund sei, dass zwei Löcher in das Dach gesägt werden sollen, damit die im Auto sitzenden Esel ihre Ohren hinausstellen können. Beim abschließenden Lied über den schwäbischen Dialekt sang das Publikum im Fecker lautstark mit.

 

 

Marbacher Zeitung - 30.Oktober 2006

Bösen Sprüchen folgt ein charmantes Lächeln

Die Bronnweiler Weiber verschonen ihr Publikum in der Dorfbühne Wolfsölden nicht - Die Frauenpower kommt an

 

Affalerbach. Im Rahmen des vierten Affalterbacher Kleinkunstherbstes der Theaterfreunde Affalterbach haben die Bronnweiler Weiber auf der Dorfbühne Wolfsölden gastiert. Das Duo begeisterte die Zuschauer mit scharfzüngigem Humor und Charme. Erwartungsvoll verfolgten die 96 Augenpaare das Geschehen auf der Theaterbühne. Dort haben es sich die Bronnweiler Weiber vom Fuße der Schwäbischen Alb auf zwei Holzstühlen bequem gemacht. Die zwei Frauen tragen je ein Kleid, grün-schwarz gestreifte Jacken, und auf den Häuptern der beiden Damen thront ein Hut. Schon lästert Mary Lutz in breitem Schwäbisch ordentlich über die graue Kopfbedeckung von Friedel Kehrer ab. "Ich find mein Hütle schön", verteidigt sich die Angegriffene gespielt beleidigt und entlockt den Zuschauern damit ein herzliches Lachen. Seit über 25 Jahren stehen die Bronnweilerinnen gemeinsam auf der Bühne. "Wir verkörpern die Personen, die wir sind", verrät Friedel Kehrer. Zwar gibt es einen Programmrahmen, doch Abweichungen sind normal. "Wir sind spontan", meint Kehrer. Inspiration für ihre Show finden die beiden überall. "Wir wollen keine Comedy anschauen und uns die besten rausschreiben. Das Leben schreibt unheimlich nette Sachen, und das greifen wir auf", meint Friedel Kehrer, die hauptberuflich Bürgermeisterin des Reutlingers Stadtteils Bronnweiler ist. "In unserem Fall muss man hellwach durch die Gegend laufen", meint Erzieherin Mary Lutz. Die Kabbeleien der Frauen finden nicht nur im komischen Dialog statt. Auch die Menschen im Zuschauerraum werden einbezogen. "Deshalb spielen wir auch in einem Saal mit Licht, weil wir das Publikum brauchen" erläutert Rainer Zinger, Vorsitzender der Theaterfreunde Affalterbach. Durch den kleinen Raum entstehe Nähe zum Zuschauer. "Wo kommst du her?", wollen die sympathischen Streithennen von den Besuchern wissen, die sie persönlich in die Show integrieren. Ob Stuttgarter, die Kehrer spöttisch als "Edelschwaben" bezeichnet, langweiliger Beamter oder Bauer, jeder bekommt sein Fett weg. Doch einem bösen Spruch  schicken die Damen charmant lächelnd eine Nettigkeit hinterher. Statt verletzend wirken die verbalen Attacken so außerordentlich witzig. "Wir teilen aus, stecken aber auch ein", erklären die beiden einstimmig. Schlagfertigkeit seitens der Zuschauer wird von den Kabarettistinnen mit einer scharfsinnigen Antwort honoriert. Das letzte Wort haben jedoch die Akteurinnen. "Der andere ist meist lange von uns mundtot", scherzt Lutz. Gelächter ernten die Schauspielerinnen mit dem Sketch einer Zugfahrt zweier Landpomeranzen nach Stuttgart. Wenn Kehrer in ihr riesiges belegtes Brot beißt, ihre Mitreisende mit einer Mini-Brezel füttert oder ihr die "Rotzglock" putzt, kennen die Theaterbesucher kein Halten mehr. Sehr beliebt sind auch die Trinksprüche, Bauernregeln und Witze aus Mary Lutz' Repertoire. Das Lied über den schwäbischen Dialekt, das Friedel Kehrer mit klarer Stimme singt und sich mit der Gitarre begleitet, kommt ebenso gut an. Rainer Zinger ist mit seinen Gaststars sehr zufrieden. "Das war viel Frauenpower". Unter lautem Beifall verlassen die "Bronnweiler Weiber " die Bühne.        

    

 

 

Schwäbische Post - 21. Juni 2005

 

Die Jagsttal-Goiselschnalzler ließen sich von den Bronnweiler Weibern gerne in die Mitte nehmen

Mit spitzen Zungen servierte Show

 

Die Rindelbacher Vereine haben ihrem Musikverein zum 50. Jubiläum und somit auch der gesamten Bevölkerung einen Dorfabend geschenkt. Zur Freude der Gäste und "auf Kosten" einzelner Vorstände haben die "Bronnweiler Weiber" mit ihren spitzen Zungen durch das umfangreiche und kurzweilige Programm geführt. Dass die Rindelbacher gerne und gut feiern, haben sie am Sonntag bei ihrem Dorfabend gezeigt, den die ortsansässigen Vereine ihrem Musikverein zum fünfzigsten Jubiläum schenkten. Der kurzweilige Unterhaltungsabend war, wie der Applaus und die lauten Lacher bewiesen, auch ganz im Sinne des Publikums - nicht nur, aber auch wegen den schwäbelnden Moderatorinnen. Nach einem kurzen Gastspiel des Jubiläumsvereins waren die "Bronnweiler Weiber" im Festzelt des Musikvereins eingezogen, um für den Rest des Abends den Ton anzugeben. Die "Bronnweiler Weiber" sind die in Bronnweiler bei Reutlingen sesshaften und aus Rundfunk und Fernsehen bekannten Friedel Kehrer und Mary Lutz. Bei den beiden Frauen handelt es sich - wie es während des Abends so mancher Rindelbacher am eigenen Leib erfahren musste - um eine besondere Spezies: Bissig und unerschrocken kündigten sie die einzelne Programmpunkte der Vereine an und kommentierten diese. Zur Freude des Publikums mussten den beiden nicht nur die Akteure, sondern auch die Vereinsvorstände Rede und Antwort stehen. Böse Buben müssen ihnen gegenüber im Vorfeld des Abends wohl aus dem Nähkästchen geplaudert haben, zum Erstaunen des einen oder anderen Vorsitzenden wussten die Bronnweiler nämlich von so mancher Eigenart der Herren zu berichten. Der Vorsitzende der Reiter, Josef "Larry" Hilsenbek, musste hierbei eingangs feststellen, dass die Bonnweiler Mundartkünstlerinnen auch so manchen Spitznamen der Dorfbewohner parat hatten. Die über das Jagsttal hinaus bekannten "Jagsttal-Goislschnalzer" und die Chorwerkstatt des Liederkranzes hatten ebenfalls Auftritte.

Franz Rathgeb

 

           Artikel vom 03.11.2004 aus SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Laichingen

WEINFEST / Die Bronnweiler Weiber bieten hochklassiges Kabarett

Viele bekommen ihr Fett weg

Kabarett vom Feinsten lieferten die "Bronnweiler Weiber", Friedel Kehrer
und Märy Lutz. Die beiden haben sich schon im Ländle einen Namen gemacht.
Ihr Können stellten sie auch vor den mehr als 200 begeisterten Gästen beim
zweiten Suppinger Weinfest unter Beweis.

Mit Charme und scharfer Zunge gastierten die "Bronnweiler Weiber" beim
Weinfest und sorgten damit für permanente Lachsalven, die aus der
vollbesetzten Suppinger Turnhalle dröhnten. Sie wiederholten damit ihren
Erfolg beim vergangenen Weinfest vor zwei Jahren.

Mit ihren Markenzeichen Hut, Schürze, "ergrauten" Wollstrümpfen und
Handtasche betrat dieses "etwas ungleiches Paar" die Bühne, um den
Suppingern erst mal kollektiv eins auszuwischen: Vorwurfsvoll und "höchst
erstaunt" stellten die Bronnweiler Weiber fest: "Jetzt sind ihr immerno in
dere alte Hall! Ihr hattet doch Wahle! Selber Schold! Hättet dr den alte
Schultes et gwählt!"

Dann wurde das Publikum kritisch beäugt und jeder, der sich dem gestrengen
Blick von Friedel Kehrer nicht entziehen konnte, ahnte schon
"Schreckliches". Und so war es denn auch: Ein Blickkontakt, eine Geste
wurde schnell zu einer Steilvorlage aus dem Publikum, zunächst erfrischend
natürlich und scheinbar harmlos aufgegriffen, um dann scharfzüngig und
eigenwillig humorvoll bearbeitet zu werden. 

Schlagfertig und intelligent in astreinem Älblerdialekt wurde alles durch
den berühmten Kakao gezogen. Sarkastisch teilten die beiden Frauen
ordentlich Fett aus, natürlich immer auf Grundlage urschwäbischer
Weisheiten. "Weil bei os älles gregelt isch", klärten die Komödiantinnen
zuerst mit ihrem Gesprächspartner aus dem Publikum, ob er "rausgquellet odr
reigschmeckt" sei. Anwesende Nicht-Schwaben wurden mächtig aufs Korn
genommen. "Reigschmeckte" müssten erkennbar sein! "Drum därfet die nur im
Kandel laufe. . ., da wo dr Dreck lauft. . ., na erkennt ma di glei, die
Bspritzte." Märy Lutz beherrscht vier Sprachen: "Schwäbisch, Hochdeutsch,
über d Nas und über andre Leut". Außerdem muss sie immer das letzte Wort
haben. Mit ihrem trockenen Humor, deftigem Witz und eindeutig zweideutigen
Bauernregeln sorgte sie für permanenten Angriff aufs Zwerchfell. So weiß
Märy ganz sicher: "Wenns in Loichenga schneit, is Suppinga nemme weit." Mit
zahlreich zum Besten gegebenen Trinksprüchen prostete Märy immer wieder dem
Publikum zu und erreichte nur Eines: Weitere Lachsalven, die einen Schluck
aus dem Glas fast unmöglich machten.

Kleinkunst, Brauchtum, Kabarett, intelligente Komödie - in diese Rubrik
sind die Bronnweiler Weiber einzuordnen. Sie selbst kommen übrigens aus
einem "Flecka, der auf dr Landkart höchstens als Schneckegarte erkennbar
isch."


MARTINA MITLEHNER - SUPPINGEN
 

 

aus dem Zollern-Alb-Kurier vom 08. September 2003:

KLEINKUNST / Bronnweiler Weiber grandios
Mit Humor und viel Schlagfertigkeit

Täbingen.

Zündende Lachsalven Schlag auf Schlag: Die beiden Bronnweiler Weiber waren
am Freitag 05.September 2003 willkommene Gäste in Täbingen beim Dorfabend.
Seit dem letztjährigen Brittheimer Dorfabend sind die "Bronnweiler Weiber"
auf dem Kleinen Heuberg keine Unbekannten mehr - seit Freitagabend aber
"das" Dorfgespräch in Täbingen.
 Was die beiden Komödiantinnen da auf der Bühne der
ausverkauften Turnhalle mit trockenem Humor, Schlagfertigkeit und
liebenswertem Schwäbisch mehr oder weniger deftig zum Besten gaben, übertraf
alle Erwartungen. Und diese waren hoch gesteckt. War doch schon im
Vorverkauf die letzte Eintrittskarte weggegangen.
Zwei Stühle, Mikrofone, Schürze ("frisch gebügelt, zum Waschen reichte es
nicht mehr"), Großmutters Handtäschchen und ein Hut, der "not gelandet",
waren die einzigen Requisiten des ungleichen Duos. Ansonsten verließ es sich
ganz auf seinen Humor, seine Spontanität, seine geschickt vorweg eingeholten
"Informationen". Denn auch in Täbingen sollte der "Schultes" (Erhardt
Sautter), der "Herr Oberbürgermeister" (Manfred Haasis), der "Stadtrat"
(Otto Busch), "Reingeschmeckte", Mercedes-Fahrer, Häuslebauer und andere aus
dem "Flecken" ihr Fett abbekommen.
Und einmal ins Visier genommen, ließen die beiden Klatschmäuler ihre "Opfer"
nicht so bald wieder los. Doch was auch immer sie aufs Korn nahmen, stets
trafen sie - die Erzieherin Märy Lutz und die Hausfrau Friedel Kehrer aus
Bronnweiler - mit Witz, Gesang und ausdrucksvollen Gesten voll ins Schwarze,
als Frontallangriff aufs Zwerchfell. Wohl selten wurde so viel und so
herzhaft in Täbingen gelacht, wie an diesem Abend, der nicht zuletzt dem
Täbinger Jugendtreff als Gastgeber zu verdanken war.

von Hannelore Kaiser

 [bilderserie]

 

 

Alpirsbacher Nachrichten 27.06.2003

Mit Humor und spitzer Zunge

Bronnweiler Weibe begeistern Alpirsbacher Publikum  -   Schwäbische Weisheiten im Älbler-Dialekt

Alpirsbach. In Zusammenarbeit mit der Touristik-Information Alpirsbach gastierten die Bronnweiler Weiber mit einem heiteren Programm im Alpirsbacher Haus des Gastes. Durch Fernsehen und Radio vielerorts bekannt, gaben die Bronnweiler Weiber (Friedel Kehrer und Märy Lutz) auch in Alpirsbach ein hervorragendes Gastspiel.

Erwartungsgemäß war die Halle fast voll besetzt, denn nicht nur Alpirsbacher, sondern auch Fans und begeisterte Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung waren gekommen. Hautnah zwischen dem Publikum begannen die Beiden ihre Show, überraschten die Zuschauer mit simplen Fragen nach der Herkunft und kommentierten die Antworten mit spitzer Zunge.

Die Bronnweiler Weiber redeten mit dem Publikum und sich selbst, wie ihnen das Maul gewachsen ist und lieferten Kabarett vom Feinsten.

Sie strapazierten die Lachmuskeln der begeisterten Zuschauer und gaben im schönsten Älbler-Dialekt schwäbische Weisheiten zum Besten. Natürlich dürfen Hut und Schürze - "frisch gebügelt, zum Waschen hat`s nicht mehr gereicht" - grauschwarze Wollstrumpfhosen und ein Handtäschle nicht fehlen.

Auf Spontanität legt das Duo besonderen Wert. Die Eine zackig und sparsam, die Andere derb und unerschrocken, so managen sie ihren Auftritt.

Am Schluss gab`s anhaltenden Applaus und eine zehnminütige Zugabe versüßte dem Publikum noch zusätzlich den gelungenen Abend.

 

 

 

Heilbronner Stimme 22./23. Mai 2003

Die Bronnweiler Weiber: Märy Lutz und Friedel Kehrer zu Gast im Alten Theater Sontheim

 Spiel mit Schwaben - Klischees

                                                                                                          Der Most wird aus der Regentonne gezapft

Man benötigt eine gute Landkarte aus dem Raum Reutlingen: Wenn man mit einem Lineal eine Linie zwischen Reutlingen und Mössingen zieht, so könnte es sein, dass man etwa in der Mitte dieser Linie den „Flecka“ Bronnweiler mehr oder weniger genau trifft. Groß ist er nicht gerade und Autobahn, Bundesstraßen oder Eisenbahn machen allesamt einen geräumigen Bogen um den Ort. Und bei knapp über 1000 Einwohnern steht zu vermuten, dass hier jeder jeden kennt. Märy Lutz und Friedel Kehrer, die beiden als Bronnweiler Weiber bekannten Kabarettistinnen sowieso.

Und noch etwas: Urbane Abweichungen menschlichen Verhaltens sind den Bewohnern dort fremd geblieben und höchstens vom Fernsehen bekannt. Man ist bodenständig und die beiden Bronnweiler Weiber haben sogar ihren Mutterwitz in die neue Zeit herüber retten können.

Genau aus dieser Spannung aus ländlichem „Läba“ einerseits und städtischem Lifestyle andererseits entsteht die Komik der beiden Bronnweiler Weiber. Sie spielen Im Grunde nur sich selbst und das, was sie in dem kleinen Flecken, in dem sie wohnen, täglich sehen. Sie halten so ihrem städtischen Publikum damit lediglich einen Spiegel vor Augen, kokettieren mit den Unterschieden. Natürlich bilden die beiden ihr dörfliches Pittoresk nicht einfach eins zu eins ab, sondern übertreiben - manchmal sogar schamlos. Dennoch ist jedem im Publikum klar, worauf diese Übertreibungen letztlich zielen. Dabei ist die schwäbische Sparsamkeit auch für die Bronnweiler Weiber ein wohl nie versiegender Quell deftiger Späße. Und das Publikum im Sontheimer Alten Theater scheint genau das zu wünschen. Der Sketch „Kommsch amol“, dessen Titel eine Einladung suggeriert, der man, wie sich schnell herausstellt, besser nicht folgt, kommt so gut an wie die Geschichte von den beiden Mostfässern, die im Keller stehen. In das eine mündet die Regenrinne. Aus ihm wird gezapft, wenn Besuch da ist. Das sind zwar Spiele mit Klischees, werden aber vom Publikum begeistert beklatscht -  so stellen wir uns die Schwaben vor, so müssen sie sein. Bei alledem bleiben die beiden Frauen, nicht zuletzt durch den hemmungslosen Einsatz ihres heimischen Dialektes, Herz erfrischend natürlich. Ihr Spiel wirkt spontan, obwohl sie, wie sie heimlich verraten, alles genau geplant haben und wie zum Beweis die Notizen zum Ablauf der Szenen herzeigen - aufgeschrieben auf der Titelseite ihrer  Heimatzeitung.

 

 

 

 

 

 

 

Neckarbischofsheimer Nachrichten

Mittwoch, 23. April und Donnerstag, 24. April 2003

 

Die "Bronnweiler Weiber" zückten ihr messerscharfes Mundwerk
Neckarbischofsheimer erlebten im "Keller" eine Lehrstunde in Schwäbisch

Mit ihrem messerscharfen Mundwerk begeisterten die "Bronnweiler Weiber" die Kellergäste.

Neckarbischofsheim (hk) „Ebbes Blöds ond ebbes Gscheits beieinander", das sind Friedel Kehrer und Märy Lutz, die Weiber aus Bronnweiler, die mit trockenem Humor und einiger Deftigkeit ohne Umschweife mit ihren Pointen auch bei ihren beiden Gastauftritten am vergangenen Mittwoch und Donnerstag im wieder einmal ausverkauften "Keller" stets in Schwarze treffen. Die eine der „Bronnweiler Weiber“ ist zickig und sparsam, die andere derb und unerschrocken - zwei' schwäbische Landfrauen, wie sie im Buche stehen. Natürlich durften Hut, Schurz (frisch gebügelt, bloß zom Wascha hot's nemme glangt), grauschwarze Wollstrumpfhose und Handtasche nicht fehlen, wenn man vom "großen Zeh der Alb" in die Ferne nach Neckarbischofsheim schweift.

Die Weiber lästerten, tratschten, sinnierten mit äußerst trockenem Humor und schenkten dem begeisterten Publikum das wahrscheinlich Schönste überhaupt; Die Fähigkeit, Dinge des täglichen Lebens leichter zu nehmen und auch in misslichen Lagen über sich selbst lachen zu können.

Dabei reagierten die beiden Frauen mit einiger Intelligenz, flexibel und ungekünstelt auf jede Steilvorlage aus dem Publikum. Ihre umwerfende Mimik und Gestik und das sarkastische und geißelnde Aufarbeiten einer Fülle gesellschaftlicher Themen wie Haushalt, spezielle Eigenschaften der Schwaben, Kindererziehung, Mode, Freizeitverhalten, Umgang mit geschwätzigen, ungeliebten Nachbarinnen und Mitmenschen rissen die Besucher ein ums andere Mal zu Lachsalven hin. Die Improvisation war eine weitere Stärke des Duos. Zwischenrufer wurden in Wortgefechte verwickelt und dabei „koi Hand vor d’Gosch“ genommen.

Nach über zwei Stunden Attacke auf die Lachmuskeln, wobei volle Konzentration der "Badenser" notwendig war, um das schwäbische Gschwätz auch nur annähernd zu verarbeiten, verabschiedeten sich die beiden Älbler Weiber mit ihrem Lied "Leck mi do am Arsch, I schwätz wie i will ...", bei dem das Publikum kräftig den Refrain mitsang.  Natürlich durften die mit viel Beifall eingeforderten Zugaben nicht fehlen.

  [bilderserie]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reutlinger Generalanzeiger 27.11.2002

 

 

 - Zeitung macht Schule -

Schwäbisches Tratschen über andre Leut'

Bronnweiler Weiber strapazieren mit ihrem Kabarettprogramm das Zwerchfell des Publikums

Reutlingen. (ZmS) Sie reden wie ihnen das Maul gewachsen ist: Die Bronnweiler Weiber. Sie liefern Kabarett vom Feinsten, strapazieren die Lachmuskeln der Zuschauer und geben im schönsten Älbler-Dialekt schwäbische Weisheiten zum Besten. Wer die Frauenpower aus der Nähe sieht, erlebt, was die beiden Bronnweilerinnen parat haben. Natürlich dürfen Hut, Schurz - »frisch büglad, zom Wascha hots nemme glangad« - grauschwarze Wollstrumpfhose und »a' Handdäschle ned fehlen«.

Auf Spontaneität legt das Bronnweiler Duo bestehend aus Friedel Kehrer und Märy Lutz großen Wert. Die zwei verändern daher ihr Programm je nach Anlass. Teilweise werfen Märy und Friedel das geplante Programm noch auf der Bühne »über den Haufen«. Selbst wenn sie spielen, kann es noch zu großen Veränderungen kommen. Geprobt wird das bunte Programm auf der Fahrt zum Arbeitsplatz (Bühne). Nicht nur schwäbische Szenen werden von den beiden dargeboten: Mit einer Gitarre, gespielt von Friedel, unterhalten sie das Publikum unter anderem musikalisch. Auch im Rahmen der Reutlinger Mundartwochen, bei denen sie 1970 ihren ersten großen Auftritt hatten, treten sie auf

Doch das war nicht der Anfang der Bronnweiler Weiber. Es begann alles an einem Altennachmittag, bei dem eine Theatergruppe spielen sollte. Da ein Schauspieler erkrankte, sprang Friedel spontan ein und spielte zusammen mit Märy.

Friedel fand Gefallen beim Publikum und spielte immer öfter mit Märy. Darauf baute sich eine gute Freundschaft auf. Da man sich »em Flegga halt kennt« ist eine Freundschaft im Theater »ao koe Kunscht mae«. So gaben sie sich den Namen Bronnweiler Weiber, der ihnen eine große Karriere versprach. Ab sofort traten sie immer zu zweit auf.

Als wir einen Auftritt besuchten, stellte sich schließlich heraus, dass man Tee auch aus Saitenwürstchenwasser vom Vortag kochen kann. Für die größten Lacher sorgte Märy Lutz mit ihren Bauernregeln. Sie gab sie trocken und mit unbeeindruckter Miene zum Besten. Mit einer hölzernen Kaffeemühle in der Hand erklärte Friedel, dass bei den Schwaben »kommsch amol« eigentlich »kommsch nie« heißt. Aber Märy kommt trotzdem zum Kaffee trinken. Doch als sich die Erdbeerbowle, die Märy naschte, als eingeweichte Socken entpuppte, gab es vollen Zwerchfelleinsatz.

Mit dem »Lied von der Zeit« verabschiedeten sie sich nach gut zwei Stunden Programm. »Zeit isch das Koschtbarschte überhaupt, denn a' Werbung brauche' mir zwoe ed. Wer ons sähen will, der kommd halt«, sagt Friedel in einem sehr unterhaltsamen Interview.

Matthias Walter, Jacqueline Glaunsinger und Britta Zindl, Eichendorff-Realschule Reutlingen, Klasse 9d 

 

 

Aalener Journal - Zeitung:

Dann ist in Mögglingen echt was los:
Wenn die Bronnweiler Weiber kommen...
Gemeinde Mögglingen lädt zum Mundkabarett ein.

Mögglingen. Auf Einladung der Gemeindeverwaltung Mögglingen ist wieder in der Gemeinde echt was los: "Die Bronnweiler Weiber kommen!" heißt der Arbeitstitel des Mundartkabaretts am Freitag, 16. März 2001, 19.30 Uhr, Altes Schulhaus, Kulturbühne. Vorverkauf ist im Rathaus für 12.- DM. An der Abendkasse gibt es Karten für 15.- DM.

Nach der närrischen Zeit werden die Lachmuskeln gleich wieder strapaziert, denn geballte schwäbische Frauenpower kommt nach Mögglingen. Ebbes Blöds ond ebbes Gscheits beieinander" das sind Friedel Kehrer und Märy Lutz, die Weiber aus Bronnweiler.

Die eine zickig und sparsam, die andere derb und unerschrocken - zwei' schwäbische Landfrauen, wie sie im Buche stehen. Natürlich dürfen Hut, Schurz (frisch gebügelt, bloß zorn Wascha hot's nemme glangt), grauschwarze Wollstrumpfhose und Handtasche nicht fehlen, wenn man vom ,,großen Zeh der Alb" an den Fuß der Schwäbischen Alb kommt.